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Eine kleine Geschichte aus Sicht des Sohns

Seit ich zurückdenken kann, ist mein Vater stark eingebunden in seinem Job. Oftmals arbeitet er von Montag bis Samstag, von früh bis spät und hat noch Sitzungen nach dem Nachtessen. Das sind anspruchsvolle Voraussetzungen für eine gesunde Vater-Sohn-Beziehung, die mein Vater stets zu meistern weiss. Auch aus diesem Grund haben wir uns entschlossen, jedes Jahr an Auffahrt zusammen mit meinem Bruder ein Vater-Sohn-Wochenende in der Natur zu planen.


Wir haben diesem Wochenende den Namen «Survival-Trip» gegeben. Ob das Wochenende diesen Namen verdient, liegt im Auge des Betrachters, doch für uns ist es immer ein absolutes Highlight. Oftmals packen wir Rucksack, Zelt und Kletterseil ein und machen uns auf den Weg. Letztes Jahr sind wir mit dem genannten Gepäck die Sarine von Grangeneuve bis zum Staudamm hinaufgelaufen, wobei wir am Abend neben dem Fluss campiert haben. Schwierige Stellen werden geklettert, oder noch besser mittels Seiltechnik, die unser Vater bei den Fallschirmgrenadieren gelernt hat, überwunden. Am Abend kochen wir jeweils auf dem Feuer ein feines Risotto und geniessen zum Dessert von der Glut caramelisierte Äpfel. Bei guten Gesprächen lassen wir den Abend am flackernden Feuer ausklingen. Nach zwei Tagen und vielen geleisteten Kilometern ging es dann wieder zurück in die Ostschweiz. Wenn er am Montag wieder in Anzug und Kravatte eine Sitzung leitet, da muss ich jeweils schmunzeln. Ein starker Kontrast zum Bild, welches sich am Wochenende zeigte. Aber so ist er.


Simon Züger


Von links nach rechts: Christof, Simon und Jonas Züger

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